Museumsfinanzierung in Deutschland

Museen gehören in Deutschland zu wichtigen kulturellen Institutionen, die einen Bildungsauftrag erfüllen. Sie sollen der Bevölkerung ermöglichen, sich über komplexe Themen zu informieren. Daneben stellen sie die Werke von Künstlern aus und tragen damit zur kulturellen Entwicklung des Landes bei. Doch wie finanzieren sich Museen eigentlich und wie teuer ist der Betrieb eines Museums letztlich?

Der Betrieb eines Museums verschlingt große Summen an finanziellen Mitteln. Gehälter müssen gezahlt und Nebenkosten für Strom und Heizung beglichen werden. Daneben fallen auch Kosten für die Miete der Räumlichkeiten an. All dies führt dazu, dass selbst kleine Museen schnell einmal Kosten von mehreren hunderttausend Euro im Jahr haben. Große Museen kommen dagegen schnell auf Kosten, die mehrere Millionen Euro betragen können.

In der Theorie erfolgt die Finanzierung der Kosten für den Betrieb durch Einnahmen, die durch den Eintritt in die Museen erzielt werden. Doch oftmals reichen diese Einnahmen schlicht nicht aus, da zu wenige Besucher in die Ausstellung kommen. So liegt die Zahl der Besucher in Deutschland zwar bei 100 Millionen pro Jahr. Diese Menge an Besuchern verteilt sich aber sehr unregelmäßig auf die einzelnen Museen. Während einige Häuser fast eine Million Besucher im Jahr verzeichnen, gehen andere fast leer aus und haben dadurch finanzielle Probleme.

Daher unterstützt der Staat viele Museen und übernimmt bis zu neunzig Prozent der jährlichen Kosten. Die restlichen zehn Prozent werden dann meist aus privaten Spenden beglichen. Damit sind Museen stark von anderen abhängig. Nur wenige Häuser schaffen es, unabhängig von externen Finanzquellen zu sein. Dies sind die wirklich erfolgreichen Museen, die seit Jahren die besten Ausstellungen haben und damit bei Besuchern sehr beliebtsind. Sie haben sowohl genug Besucher als auch die Möglichkeit, hohe Preise für den Eintritt zu verlangen. Dadurch machen sie zum Teil sogar erhebliche Gewinne, die genutzt werden können, die Ausstellungen immer weiter zu verbessern.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*