
Ursprünglich war ein Museum im klassischen Griechenland ein Heiligtum der Musen. Heute ist es eine Einrichtung, die gemeinnützig, auf Dauer angelegt und der Öffentlichkeit zugänglich ist. Sie vollzieht ihren Dienst an der Gesellschaft und deren Entwicklung. Ein Museum soll Zwecken des Studiums, des Erlebens und der Bildung dienen.
In Museen werden dabei verschiedene materielle und immaterielle Zeugnisse des Menschen und der Umwelt ausgestellt. Sie können von den Besuchern im Museum betrachtet werden.
Die Präsentation der sogenannten Exponate erfolgt in den Räumlichkeiten des Museums. Durch die Präsentation werden die einzelnen Stücke von Deponaten zu Exponaten. Dabei gibt es zwei verschiedene Arten von Ausstellungen. In Dauerausstellungen werden das ganze Jahr hinweg die gleichen Exponate präsentiert. Wechselausstellungen hingegen sind zeitlich begrenzte Ausstellungen, die meist um ein besonderes Thema kreisen und zu diesem Exponate zusammenbringen. Sie sind meist für mehrere Wochen oder Monate besuchbar.
Für die einzelnen Stücke verantwortlich ist der sogenannte Kustos. Er verwahrt nicht ausgestellte Stücke im sogenannten Depot. Für die Planung einer Ausstellung ist dagegen der sogenannte Kurator verantwortlich. Er entscheidet, wie die Ausstellung aufgebaut ist und welche Exponate gezeigt werden sollen.
Um sich die Ausstellung ansehen zu können, müssen Besucher zumeist ein Eintrittsgeld bezahlen. Dies soll gewährleisten, dass das Museum genug Geld hat, um seinen Betrieb aufrecht erhalten zu können. Außerdem müssen auch an die Angestellten Gehälter ausgezahlt werden. Daneben werden Museen generell von der öffentlichen Hand finanziert, da der Betrieb oftmals nicht rentabel genug ist.
In Deutschland gibt es in vielen Städten Museen. Sie befassen sich meist mit der Geschichte der Stadt und bieten den Besuchern einen Überblick über wichtige historische Ereignisse. Daneben gibt es auch Museen, die sich mit Naturwissenschaften befassen und hierüber Informationen liefern. Eine weitere Art von Museum ist das Universitätsmuseum. Dieses befindet sich in einer Universität. Ausgestellt werden hier verschiedenste Exponate, wie etwa Münzen, alte Gegenstände oder auch naturwissenschaftliche Dinge.
Es gibt aber auch private Museen. Zu diesen zählen vor allem große Sammlungen, die der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Es gibt zahlreiche Menschen in Deutschland, die über ein großes privates Vermögen verfügen, das sie zum Teil in wertvolle Gegenstände investiert haben. Diese Gegenstände zeigen viele der Öffentlichkeit, um sie am kulturellen Erbe teilhaben zu lassen. Darüber hinaus gibt es aber auch sehr skurrile Museen: Manche Sammler stellen zum Beispiel ihre Sammlungen von Kuscheltieren, Bierdeckeln, Trikots oder anderer Gegenstände aus.
Die Museumslandschaft in Deutschland ist also groß und ebenso divers. Fast alle Themenbereiche, die für den Menschen von Interesse sind, werden abgedeckt. Dabei sind Museen aufgrund ihres oftmals sehr geringen Eintritts für jeden erschwinglich, sodass alle Menschen am kulturellen Leben teilhaben können. Es bleibt daher zu hoffen, dass dies auch in Zukunft so bleibt und es weiterhin so viele Museen im Land gibt.